Equal Pay Day in Tirol am 21. Oktober: Zwei Tage später als 2023 – „wieder nur eine marginale Verbesserung“, so SPÖ-KO Elisabeth Fleischanderl
„Es wird besser – aber viel zu langsam“, sagt Elisabeth Fleischanderl, Klubobfrau und Frauensprecherin der SPÖ im Tiroler Landtag, zum Equal Pay Day. Derselbe macht die strukturellen Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern sichtbar – an jenem Tag, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern bis zum Jahresende quasi umsonst arbeiten. In Tirol fällt dieser Tag heuer auf den 21. Oktober, also zwei Tage später als noch 2023. „Somit sehen wir bei der Einkommenskluft zwischen Frauen und Männern wieder eine Verbesserung, aber eben leider wieder nur eine marginale Verbesserung“, erklärt Fleischanderl. Bei einem Unterschied von aktuell 19,5 Prozent zum Nachteil der Frauen dürfe man sich mit einer jährlichen Verbesserung von rund 0,8 Prozent jedenfalls nicht zufriedengeben: „Dass dieselbe Arbeit denselben Lohn verdient, ist grundlegende Gerechtigkeit. Das ist unbestritten – und dennoch: Gemessen am Equal Pay Day, nähern wir uns dieser Gerechtigkeit noch immer im Schneckentempo. Die Beseitigung von Ungerechtigkeit, selbst wenn sie strukturell gewachsen und die Gründe komplex sind, darf nicht über 100 Jahre dauern. Es braucht mehr Maßnahmen, die auch tatsächlich wirken.“
Solche Maßnahmen würden auf Bundesebene längst am Tisch liegen, sagt Fleischanderl und verweist auf SPÖ-Forderungen wie einem kompromisslosen Lohntransparenzgesetz und einem österreichweiten Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. „Wie auch immer sich die kommende Bundesregierung zusammensetzt: Sie wird Verantwortung beweisen müssen gegenüber den Frauen in unserem Land, die dieselbe Gerechtigkeit verdienen wie jeder Mann – und das nicht erst in 20 Jahren. Sondern heute“, schließt Elisabeth Fleischanderl, Klubobfrau und Frauensprecherin der SPÖ im Tiroler Landtag.