Thema Finanzen: SPÖ-Finanzsprecherin Elisabeth Blanik zur Aktuellen Stunde im Tiroler Landtag, Kritik an Neos und FPÖ
Die fetten Jahre seien vorbei: Das proklamieren die neoliberalen Neos zur Aktuellen Stunde heute im Tiroler Landtag, auch in der Person ihrer jungen Abgeordneten Susanne Riedlsperger. „Jugendliche Ich-Bezogenheit“ attestiert ihr hingegen die erfahrene SPÖ-Finanzsprecherin und Landtagsvizepräsidentin Elisabeth Blanik. Denn: „Für viele Menschen in unserem Land waren es zuletzt bereits keine fetten Jahre. Das dürfen wir nicht vergessen – auch nicht als junge Neos-Abgeordnete.“
Dass Tirol herausfordernde Zeiten ins Haus stehen, leugnet Blanik freilich nicht: „Seit Jahren kämpfen wir gegen Rezession und Stagnation, auch die Arbeitslosigkeit droht zu steigen. Die Herausforderungen werden mehr, Tirol ist da keine Insel der Seligen.“ Umso mehr gelte es, sich auf Stärken zu besinnen. „Was Tirol auszeichnet, ist Zusammenhalt. Mit dieser Eigenschaft haben wir bewiesen, dass wir Herausforderungen nicht nur bewältigen können. Wir können daran wachsen“, betont die SPÖ-Abgeordnete. Konträr dazu sei freilich die FPÖ. Was deren Abgeordneter Daniel Marschik im Landtag propagiert, überrascht Blanik deshalb nicht: „Ausländer und Corona, es ist halt immer dieselbe Platte der FPÖ, um die Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Fakt ist, dass die FPÖ eine schlechte Zukunft herbeiwünscht. Weil sie davon profitiert.“ Dafür würden auch die Sünden blauer Regierungsverantwortung stehen – „sei es die Zerschlagung der Krankenkasse und des Gesundheitssystems, das Verramschen der Buwog-Wohnungen durch FPÖ-Minister Grasser und der Raubbau am Sozialsystem“, erinnert Blanik.
Was FP-Mann Marschik gleich hämisch grinsen lässt, bedrohe den sozialen Frieden in der Gesellschaft. Kein Verständnis zeigt Blanik ebenso für die blaue Verachtung gegenüber Kindern. „Ich will nicht, dass nur ein Kind bei uns nicht am Schulausflug teilnehmen kann, mit zu kleinen Sommerschuhen im Winter herumlaufen muss“, betont Blanik und schreibt der FPÖ ins Stammbuch: „Kinder sind Kinder – egal, von woher sie kommen!“
Daseinsvorsorge sei gesellschaftspolitische Pflicht, erinnert die SPÖ-Abgeordnete. Diese Pflicht gelte es aller Herausforderungen zum Trotz nachzukommen. „Kirchturm-Denken wird uns nicht da nicht helfen. Genauso wenig wie die Finanzverflechtungen zwischen Bund, Land und Gemeinden. Hier wäre es längst an der Zeit, die Strukturen zu entkomplizieren, um effektiver für die Bürgerinnen und Bürger arbeiten zu können“, regt Blanik an, die abschließend den Tiroler Zusammenhalt einmahnt: „Halten wir zusammen, trotz unterschiedlicher Zukunftsvorstellungen. Nur so haben wir eine Zukunft.“